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Sommerakademie zur Sozialberatung

Die Sozialberatung der Volksolidarität will informieren, aufklären, Tipps und Hinweise geben sowie Klärungs-,
Unterstützung- und ggf. Lösungswege aufzeigen. Rund 60 Teilnehmer folgten der Einladung des Bundesverbandes der Volkssolidarität zur ersten Sommerakademie, die sich diesem Thema ausführlich widmete, vom 5. bis zum 7. Juni 2008 im Kongresshotel Berlin-Rahnsdorf am Müggelsee.
Mit einer Kombination aus Vorträgen und Workshops sollte diese fachliche Qualifizierung dem Informations- und Erfahrungsaustausch sowie der persönlichen Fort- und Weiterbildung von Sozialberatern der Volkssolidarität dienen. Darüber hinaus sollten alle Teilnehmer die Möglichkeit erhalten, ihre spezifischen Erfahrungen in der Sozialberatung im kollegialen Austausch zu vertiefen.
Nach der Eröffnung der Sommerakademie durch Bundesgeschäftsführer Dr. Bernd Niederland nahm unsere Arbeitsgruppe mit Gesundheits- u. Sozialökonomin Silvia Buhl die Arbeit auf. Sie referierte über Beratung und Pflegeberatung am Beispiel ambulanter Pflegeeinrichtungen. Neu ist unter anderem, dass ab dem 1. Juli 2008 die zusätzlichen Leistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz oder erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf verbessert werden.
Nach einem kräftigen Frühstück verfolgten wir am Freitag Vormittag die Ausführungen von Rechtsanwalt, Eckhard W. Lamster, der uns die Möglichkeiten der Vorsorge-, Betreuungs- und Patientenverfügung aufzeigte und daran erinnerte, dass diese nicht nur für die ältere Generation gedacht ist.
Nach dem Mittagessen brachte uns Ulla Engler, Rechtsreferentin im PARITÄTischen Gesamtverband, das neue Rechtsdienstleistungsgesetz näher. Dieses trat am 1. Juli 2008 in Kraft und löste das Rechtsberatungsgesetz ab. Ziel des Gesetzes ist es, die Rechtssuchenden, den Rechtsverkehr und die Rechtsordnung vor unqualifizierten Rechtsdienstleistungen zu schützen.
Nach zwei Stunden Recht empfanden wir „Kommunikative Grundlagen professioneller Beratung“ von Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin Gabriele Purisan als Erholung. Manch Erinnerung an vergangene Psychologiestunden wurden wieder wach und fast Vergessenes wurde wieder hervorgeholt.
Bei sommerlichen Temperaturen konnten wir an diesem Tag noch eine Grillparty mit Livemusik genießen.
Am Samstag erfolgte der Endspurt mit dem Fachvortrag „Veränderung in der Pflegegesetzgebung“ von Axel Holz, Diplomphilosoph und Gesundheitsexperte, ehe Dr. Bernd Niederland die Teilnehmer der Sommerakademie verabschiedete.
Resümee dieser Veranstaltung: Die erste Sommerakademie hat uns reichliche Einblicke in die Sozialarbeit und angrenzende Themen gewährt und viel Wissen und umfangreiche Erkenntnisse vermittelt. Vor allem bot sie auch die Gelegenheit für einen anregenden und auch interessanten Erfahrungsaustausch.