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Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freunde der Volkssolidarität,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Begegnungsstätten und Stadtteiltreffs des Stadtverbandes sind Treffpunkte, in denen Gleichgesinnte am geselligen und kulturellen Leben teilnehmen und so ihre Freizeit gemeinsam gestalten und Hilfe zur Selbsthilfe finden können. 

Davon zeugen beispielsweise die unlängst eingereichten Jahrespläne der Wohngruppen. Wie auch in den Jahren zuvor steht ihren Mitgliedern ein abwechslungsreiches 2012 bevor: Zahlreiche Feiern, aber auch interessante Lesungen und Vorträge sowie gemeinsame Ausflüge und vieles mehr sind auf den Plänen zu finden. Für die Veranstaltungen werden zumeist die Räume der Begegnungsstätten und Stadtteiltreffs genutzt. Die Einrichtungen sind aber auch Basis für das wichtige ehrenamtliche Wirken der Mitglieder. Viele Wohngruppen bringen sich zusätzlich über Klubräte aktiv in die Gestaltung und Organisation des öffentlichen Programms ein. 

Die Begegnungsstätten und Stadtteiltreffs sind jedoch nicht nur für die Mitglieder der Volkssolidarität da. Besonders für viele ältere Menschen, die nur über eine geringe Rente verfügen, und für Hochbetagte, die keine weiten Wege zurücklegen können, sind sie wichtig. Hier können sie oft in Wohnungsnähe am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, gemeinsam feiern, das Tanzbein schwingen, interessanten Vorträgen lauschen oder einfach nur eine Tasse Tee oder Kaffee trinken und mit anderen Gästen plauschen, ins Gespräch kommen und bleiben. Bezahlen müssen sie dabei nicht viel. Für die Veranstaltungen wird nur ein Ausgleich für die entstandenen Unkosten erhoben. Dass daher der wirtschaftliche Betrieb einer Begegnungsstätte nicht immer einfach ist, liegt auf der Hand. Glücklicherweise unterstützt in Chemnitz die Kommune einige dieser Einrichtungen mit finanziellen Mitteln. Diese Förderung wird jedoch ab und an in Frage gestellt, vor allem, wenn das Geld wieder einmal knapp ist. Wir freuen uns daher, dass die Stadt auch 2012 wieder fünf Begegnungsstätten und Stadtteiltreffs des Stadtverbandes finanziell fördert und damit deren weiteren Bestand sichert.

Wie es jedoch 2013 aussehen wird, ist noch ungewiss. Das Spar­edikt gilt für die Stadt Chemnitz weiterhin. Es bleibt zu hoffen, dass durch weitere Förderung auch in Zukunft möglichst viele Begegnungseinrichtungen für Senioren erhalten bleiben. Eine 2010 erschienene EU-Studie hat prognostiziert, dass die Stadt Chemnitz im Jahr 2030 europaweit das höchste Durchschnittsalter haben wird. Der Rentenreport Sachsen, der letztes Jahr gemeinsam vom sächsischen Landesverband und dem Chemnitzer Stadtverband der Volkssolidarität herausgegeben wurde, zeigt zudem, dass viele Menschen schon bald von Altersarmut betroffen sein werden. Etliche, die nach der Wende ihre Arbeit verloren und lange keine neue gefunden haben, werden eine geringe Rente bekommen, da sie weniger in die Rentenkasse einzahlen konnten. Der Bedarf an wohnortnahen und bezahlbaren Begegnungseinrichtungen ist also nicht nur vorhanden, sondern er wird auch steigen. Hoffentlich gibt es dann noch ausreichend Einrichtungen dieser Art. 

Andreas Lasseck

Vorstandsvorsitzender 

VOLKSSOLIDARITÄT 

Stadtverband Chemnitz e.V.