Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2017 besprochen

Die Mitglieder des Koordinierungskreises des Seniorenpolitischen Netzwerkes Chemnitz (SPN) trafen sich am 23. März 2017 das erste Mal in diesem Jahr, um die Arbeitsschwerpunkte für 2017 zu besprechen. Im Fokus standen dabei die avisierte engere Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Chemnitz, der angedachte Erfahrungsaustausch mit dem Seniorenrat der Stadt Halle sowie die im Herbst anstehende Wahl des Deutschen Bundestages und die damit verbundene Vorbereitung eines Wählerforums, bei dem interessierte Bürger der Stadt in die Diskussion mit den Kandidaten speziell zu seniorenpolitischen Fragen treten können.

Inhaltliche Fragen der Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz

Der Sprecher des SPN Prof. Dr. Werner Fürbaß berichtete von einer künftig engeren Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Georg Jahn und Prof. Dr. Roland Schöne von der Technischen Universität Chemnitz. Gegenwärtig werde an einem Thesenpapier über seniorenpolitische Fragen gearbeitet, die später in einem wissenschaftlichen Symposium diskutiert werden sollen. Bei aller Spezifik der Zielgruppe Senioren sei es wichtig, mehr die gemeinsame generationsübergreifende Zusammenarbeit mit Jüngeren aufzunehmen. Es werden auch dringend jüngere Senioren benötigt, die sich kritisch einbringen möchten.

So wird am Freitag, dem 9. Juni 2017, von 15:30 bis 18:00 Uhr im Hörsaal N115 (Reichenhainer Straße 90) im Rahmen der Internationalen EDOS/Erasmus-Konferenz „Bildung für Ältere zusammen mit Jüngeren in Europa“ mit 70 Experten aus 10 Ländern (8. bis 10. Juni 2017) über die Ergebnisse der Erasmus-Projekte berichtet. Interessierte können gern an dieser Veranstaltung im Rahmen des Seniorenkollegs teilnehmen. 

Am 1. Oktober 2017 findet zum „Internationalen Tag der Älteren“ von  14:00 bis 18:00 Uhr in der Stadthalle ein „Chemnitzer Tag der Musik“ mit dem Sächsischen Symphonieorchester, Musikschule und anderen Musikern statt.

Ausarbeitung von Gesichtspunkten (Fragestellungen) zum Erfahrungsaustausch mit dem Seniorenrat Halle und der Seniorenbeauftragten am 15. Juni 2017

Die in der Stadt Halle bestehenden Seniorenvereine, Gruppen, Wohlfahrtsverbände, freie Interessenverbände, Seniorenkreise der Kirchen, Altenhilfeeinrichtungen sowie Seniorenorganisationen von Gewerkschaften und politischen Parteien haben im Juni 1995 die „Seniorenvertretung der Stadt Halle e. V.“ als Dachverband gebildet. Auch der Volkssolidarität 1990 e. V. und der Volkssolidarität Landesverband Sachsen Anhalt e. V. sind darin integriert. Die Seniorenvertretung arbeitet als Verein nach dessen Satzung und versteht sich als Interessenvertreter der älteren Einwohner Halles.

Wir möchten gern wissen, wie eng die Stadt Halle mit dieser Seniorenvertretung zusammenarbeitet und ob auf einen Seniorenbeirat beim Stadtrat verzichtet wird.

In Chemnitz kann man sich nach den Kommunalwahlen als „Sachkundiger Einwohner“ u. a. für den Seniorenbeirat bewerben und wird vom Stadtrat entsprechend der Mehrheitsverhältnisse gewählt oder abgelehnt. Aus unserer Sicht wäre es jedoch besser, dass die „Sachkundigen Einwohner“ aus Interessenvertretungen heraus gewählt werden.  

Das SPN interessiert, wie es gelungen ist, relativ viele Vertretungen in die „Seniorenvertretung der Stadt Halle e. V.“ zu integrieren und dabei die parteipolitische Unabhängigkeit zu sichern.

Der zweite Schwerpunkt für den Erfahrungsaustausch mit der Stadt Halle wäre, welchen Status die Seniorenbeauftragte hat, ob sie unabhängig arbeiten kann und dem Oberbürgermeister direkt unterstellt ist. Wie ist es möglich gewesen, dass sie bereits viele Jahre im Amt ist und somit eine Stabilität in dieser Tätigkeit hat? In Chemnitz haben wir bis heute keine/n Seniorenbeauftragte/n. Die anderen Beauftragten der Stadt werden aller 5 Jahre nach den Kommunalwahlen neu gewählt. 

Das SPN setzt sich sehr dafür ein, für die mehr als 80.000 Einwohner von Chemnitz im Alter von über 60 Jahren (ca. 1/3 der Bevölkerung) endlich wirksame Mitbestimmungs- und Mitwirkungsinstrumente zu schaffen. In der nächsten VS Aktuell berichten wir über die Ergebnisse des Erfahrungsaustausches. Wir sind schon sehr gespannt.

Wählerforums des Seniorenpolitischen Netzwerkes Chemnitz in Vorbereitung der Bundestagswahl am 24. September 2017

Es ist zu einer schönen Tradition geworden, dass sich die Chemnitzer Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl zuvor im Stadtteiltreff der Volkssolidarität Clausstraße 27 der Chemnitzer Bevölkerung stellen und Fragen beantworten. Entsprechende Fragestellungen (auch Wahlbausteine genannt) werden z. Zt. von den Mitgliedern des SPN erarbeitet und rechtzeitig den Teilnehmern des Podiums zugestellt. Die Veranstaltung wird Anfang September stattfinden. Wir werden rechtzeitig darüber informieren und freuen uns über eine rege Teilnahme.