Faszinierende Geschichte – hautnah

Am 4. Februar waren die Mitarbeiter der Volkssolidarität Chemnitz zum diesjährigen Ausflugstag für Mitarbeiter in das Industriemuseum Chemnitz eingeladen. Das frühmorgendliche Glatteis war gegen 10:00 Uhr den warmen Strahlen der Sonne gewichen. Die Kollegen aus unterschiedlichen Fachbereichen und die ehrenamtlichen Mitarbeiter erreichten wohlbehalten den Treffpunkt.

Nach einer Begrüßung durch das Museumspersonal gab es Erläuterungen zum Haus und seiner Geschichte: Das heutige Museum steht auf dem Gelände zweier ehemaliger Gießereien, die Anfang des 20. Jahrhunderts Gussteile für Textilmaschinen fertigten. Anfang der 40er Jahre erwarb die Autounion das Gelände, von 1953 bis 1982 war hier der Standort des VEB Gießerei Rudolf Harlaß. Nach der Wende entging das Ensemble, ein Denkmal sächsischer Industriekultur, nur knapp der Sprengung (die bereits vorbereiteten Sprenglöcher sind heute noch zu sehen) und wurde saniert. Hierbei kamen interessante Gestaltungsdetails zum Vorschein: wie eine Holzdecke oder geflieste Wände. 2003 eröffnete das Museum und erfuhr in den letzten 3 Jahren eine Neugestaltung, die die wesentlichen Bereiche der Industriegeschichte umreißt.

Knapp 50 Mitarbeiter mit ihren Kindern waren der Einladung gefolgt. In drei Gruppen aufgeteilt – die Kinder erhielten eine kindgerechte Führung –  erlebten sie einen interessanten und lehrreichen Vormittag mit Vorführungen mehrerer Maschinen und Gerätekomplexe. Beeindruckend waren u. a. die über Transmission betriebene Schlosserei, die große Dampflokomotive oder die modernen Industrieroboter. 

Nach der etwa einstündigen Führung war noch für eine individuelle Erkundung der Ausstellung Zeit.

Im Untergeschoss erwartete die Besucher Interessantes zur Geschichte der Textilindustrie. Eine sachkundige Mitarbeiterin des Hauses erläuterte anschaulich die Funktionsweise von Stick-, Strick und Webmaschinen, deren Bedienung sie schon fast virtuos beherrschte.

Mit Staunen und großer Hochachtung vor dem menschlichen Erfindungsgeist und um vieles klüger endete der Besuch gegen Mittag.

Anschließend gab es ein reichhaltiges Mahl im gegenüberliegenden „Diners“. Der Tag klang mit anregenden Gesprächen aus.

Vielen Dank an die Geschäftsführung und die Organisatoren dieses Tages.