Verkehrserziehung mit den Schlauköpfen

Am 1. März war es endlich soweit. Hartmut Schulz vom Polizeipräsidium besuchte uns Schlauköpfe in der Kindertagesstätte Glückskäfer. Wir waren alle sehr gespannt und aufgeregt.

Zu Beginn war der Kasper da. Er wollte von uns wissen, wie man sich richtig im Straßenverkehr verhält. Er staunte nicht schlecht, wie gut wir Bescheid wussten. Naja, wir sind schließlich die „Schlauköpfe“, die einiges wissen. Auch die Telefonnummern von der Polizei, 110, und der Feuerwehr, 112, kannten wir schon.

Hartmut Schulz hatte viele Fragen und wir berichteten über unsere Erfahrungen und Beobachtungen im Straßenverkehr. Nach einer längeren Erzählrunde wollten unsere Füße gar nicht mehr so richtig stillhalten. Hartmut Schulz bemerkte es und spielte das Lied „Alle machen Fehler, keiner ist ein Supermann“ ab und endlich durften wir tanzen. Bei Rot mussten alle stehen bleiben und bei Grün durften alle gehen bzw. tanzen. Nachdem wir uns richtig ausgepowert hatten, ging es weiter. Wir übten das richtige Überqueren der Straße an einer Ampel. Ben und Helena bauten eine Übungsstraße auf. Dann dachten alle an das vorher Besprochene: Zuerst auf den Ampelknopf drücken, einen Schritt vor der Bordsteinkante stehenbleiben, nach links, rechts, links schauen und dann gehen. Alexandra wusste auch, dass man zügig die Fahrbahn überqueren muss. Hartmut Schulz erklärte uns, dass wir immer achtsam über die Straße gehen sollen, auch wenn für Fußgänger grün ist. Denn manchmal fahren die Autofahrer einfach weiter, auch bei Rot. Juna meinte, „ … und dann rumst`s “.

Am zweiten Tag hatte Hartmut Schulz viele verschiedene Verkehrszeichen im Gepäck. Gemeinsam besprachen wir die Bedeutung der Schilder, zum Beispiel „Fahrradfahren verboten“, „Haltestelle für Bus und Bahn“, „Spielstraße Anfang“, „Spielstraße Ende“, „gemeinsamer Geh- u. Radweg“, „getrennter Geh- u. Radweg“ u. a. Er nannte uns auch eine Eselsbrücke, wie diese: „Rund und Rot heißt Verbot!“ Der Stopptanz mit den verschiedenen Verkehrsschildern bereitete uns viel Freude. Die Bedeutung dieser Schilder hatten wir uns gut gemerkt. Jetzt wurde noch ein Zebrastreifenteppich aus dem Koffer gezaubert und wir übten darauf das richtige Überqueren als Fußgänger. Hartmut Schulz spielte die fahrenden Autos und wir probten wieder mit viel Spaß. 

Als alles gut geklappt hatte, unterhielten wir uns noch über verschiedene Dinge. Was müssen die Menschen im Auto tun, bevor sie losfahren? Emma sagte: „Natürlich anschnallen, damit man sich nicht verletzt, wenn ein Unfall passiert.“ Jamie erzählte, „ … dass beim starken Bremsen im Auto vorn eine große Blase herauskommt.“ Der Bürgerpolizist erzählte uns, das ist der Airbag, ein Luftkissen, welches beim Aufprall herausgeschossen kommt, damit sich der Fahrer oder der Beifahrer nicht so sehr verletzt. Nun ging es um das Fahrradfahren. Alle Kinder wussten, dass dabei ein Helm getragen werden muss. Wir erzählten viel über die Erlebnisse mit dem Fahrrad. Alexandra berichtete uns ganz aufgeregt, sie wäre schon einmal mit dem Fahrrad gestürzt, hatte zum Glück einen Helm auf und sich nur die Lippe und Hände etwas aufgeschürft. 

Am dritten Tag wurde es spannend. Wir gingen auf eine richtige Straße. Das Wetter meinte es zwar nicht so gut mit uns, es regnete, aber wir ließen uns davon nicht beirren und gingen zur Ampel an der Hechlerstraße. Hier wendeten wir all das Wissen praktisch an. Das erste Mal liefen wir allein über die Straße. Es hatte alles prima geklappt.

Zum Schluss bekamen alle Kinder, neben einem dicken Lob von Hartmut Schulz, eine Urkunde, auf die wir natürlich besonders stolz waren.So gingen drei tolle und interessante Tage zu Ende.