Besuch des Brauhauses „Einsiedel“

Ein weiterer Punkt im vielfältigen Veranstaltungsprogramm der Chemnitzer Wohngruppe 003  im 65. Jahr des Bestehens der Volkssolidarität stand am 14. April auf dem Plan. Der Besuch der traditionsreichen Einsiedler Privatbrauerei, organisiert vom Reisebüro am Rosenhof und der Kultur- und Reiseverantwortlichen der Gruppe, Helga Lindner, war für alle ein besonderes Erlebnis.
 Der junge Willy Stößer, gelernter Brauer und Mälzer, erklärte voller Stolz bei einem Rundgang durch das denkmalgeschützte Brauhaus die modernen Produktionsanlagen und zeigte anschaulich, wie aus Malz, Hopfen, Wasser und Hefe die verschiedenen erstklassigen und mehrfach ausgezeichneten Biere entstehen. 1885 gegründet und nach einigen Höhen und Tiefen zählt Einsiedel heute mit über 400.000 Hektolitern Jahresproduktion zur größten konzernunabhängigen Privatbrauerei in den neuen Bundesländern. Geschätzt und beliebt sind die Biere nicht nur regional, sondern u. a. auch in China, Italien, Frankreich und Russland. Nachdem wir die Produktionshallen kennengelernt hatten, durfte der edle Gerstensaft anschließend auch verkostet werden.
 Obwohl das Wetter an diesem Tag mehr grau als frühlingshaft war, genossen danach alle die Fahrt durch kleine Orte des Erzgebirges, wie Kemtau, Weißbach, Scharfenstein und Großolbersdorf, die etwas abseits der bekannten Touristenstrecken liegen, aber manches Sehenswerte zu bieten haben, wie Busfahrer Rolf Kaden anschaulich erläuterte. Bunte Farbtupfer von blühenden Narzissen, Primeln, Tulpen und Forsythien in Vorgärten und am Wegesrand entschädigten für den bedeckten Himmel und die Regenschauer.
 In der Begegnungsstätte Scheffelstraße der Volkssolidarität in Chemnitz klang dieser schöne Tag bei Kaffee und Kuchen aus und bestätigte erneut, wie sich das Motto „Miteinander – Füreinander“ auf vielfältige Weise mit Leben erfüllen lässt.

aus VS Aktuell 2/2010, erschienen im  VS Aktuell 2/2010   Aus dem Mitgliederleben