„Stell dir vor, es ist Frieden und alle machen mit“

aus VS Aktuell 2/2013, erschienen im  VS Aktuell   VS Aktuell 2/2013   Betreuung von Kindern   Kindertagesstätten   Montessori-Kinderhaus Pfiffikus 

Am 5. März 2013 war Chemnitzer Friedenstag. An diesem Tag jährte sich die Zerstörung von Chemnitz am Ende des zweiten Weltkrieges. Deshalb waren alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt dazu aufgerufen, Gesicht für Demokratie, Toleranz, ein friedliches Miteinander, Weltoffenheit, gegen Hass und Neofaschismus zu zeigen.

Gemeinsam mit den Hortkindern des Montessori Kinderhauses „Pfiffikus“ haben wir uns auch an diesem Tag beteiligt und das Thema „Frieden“ aufgearbeitet. Frieden, Toleranz, Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander sind nicht nur für uns als kleine Gruppe wichtige Punkte, sondern auch als Großes, als sehr wichtig anzusehen.

Unter dem Leitspruch „Stell dir vor, es ist Frieden und alle machen mit“ stand die „Aktion C“ des diesjährigen Chemnitzer Friedenstages. Viele Kindertagesstätten und Schulen aus Chemnitz beteiligten sich an der Aktion und gestalteten ein sieben Meter langes Banner zum Thema, welches dann in der Innenstadt, anlässlich des diesjährigen Friedenstages aufgehängt wurde.

Zu Beginn starteten wir mit einer Gesprächsrunde mit all unseren Hortkindern. Das Thema Frieden kann schließlich nicht nur auf die Welt, die Nationen und Länder bezogen werden, sondern fängt ganz klein bei jedem Einzelnen an. Dadurch konnte das Projekt auch auf unsere Hortgruppe und den Umgang untereinander projiziert werden. So wurde das Thema unseren Kindern nahe gebracht und sie wurden dafür sensibilisiert. Gemeinsam wurde über das Thema  diskutiert und über unser Vorhaben gesprochen. Erste Ideen und Vorschläge zur Visualisierung wurden gesammelt und ausgewertet. Nach einigen Gesprächsrunden konnten wir uns dann gemeinsam und demokratisch auf ein „Ziel“ einigen, das die Ideen und Vorstellungen vieler Kinder berücksichtigt. Alle waren zufrieden und so konnte das Projekt nun in den kreativen, gestalterischen Teil übergehen.

„Sieben Meter sind ganz schön groß und viel!“ Das stellten die Kinder letztendlich fest. Nach einigen Skizzier­ungen auf dem Banner kam nun die Farbe ins Spiel. Die großen Skizzen nahmen Form und Farbe an. Jedes Kind unserer Projektgruppe beteiligte sich mit viel Freude und Eifer an der Umsetzung der vielen Ideen. Fast täglich malten und gestalteten wir am Banner.

Zur näheren Erläuterung unseres Plakates: Es ist in zwei verschiedene Welten geteilt und der Friedensbus ist zu sehen. Die Welt des Friedens wird beherrscht von Freude, Spaß, Freundschaft, Toleranz und Akzeptanz. Dargestellt wird dieses durch viel Farbenfreude und verschiedene Symbole des Friedens. Die Welt des Krieges hingegen ist viel kleiner, sehr trist und eintönig dargestellt. Die Menschen hier sind sehr unzufrieden, streiten sich und es gibt kein Auskommen untereinander, weil jeder nur an sich denkt. Der Friedensbus, soll der Übermittler des Friedens, der Toleranz und Akzeptanz nicht nur in kleinen Gruppen, sondern auch unter Nationen und Ländern sein. Er trägt Friedenssymbole in sich und verbindet untereinander.

Mit der Fertigstellung unseres Banners war das Projekt für uns jedoch noch nicht zu Ende. Nach einer Auswertungsrunde zur Gestaltung und Verlauf des Projektes, haben wir die Ausstellung im Moritzhof besucht.

Die Teilnahme an diesem Projekt hat uns sehr viel Freude und Spaß bereitet, weil nicht nur die kreative Gestaltung des Banner wichtig war, sondern auch die intensive Auseinandersetzung der Kinder mit dem Thema Frieden.