Wohngruppenversammlung mit historischem Exkurs

aus VS Aktuell 3/2015, erschienen im  VS Aktuell   VS Aktuell 3/2015   Aus den Wohngruppen 

Die Versammlung der Wohngruppe 013 am 17. Juni begann 15:30 Uhr in der Gaststätte „Blankenburg“. Wie üblich eröffnete ich mit einleitenden Worten und wichtigen Bekanntmachungen. Danach folgte das gemütliche gemeinsame Kaffeetrinken.

Als kulturelle Umrahmung der Veranstaltung hatten wir aus Anlass „70 Jahre Volkssolidarität“ und „25 Jahre Weiterbestehen nach der Wende“ ein heimatgeschichtliches Thema für die Veranstaltung gewählt.

Der Wirt der „Blankenburg“ stellte uns mehrere Tische zur Verfügung, auf denen Günter Hilbert eine große Zahl von überwiegend alten Ansichtskarten aus seiner Sammlung auflegte. Da die meisten unserer Mitglieder in Borna und Umgebung zu Hause sind, zeigten die Karten hauptsächlich Motive aus Chemnitz – rechts und links des Chemnitztals nördlich vom Schloßteich, also Furth, Borna, Heinersdorf, Glösa, Wittgensdorf usw. 

Ergänzend wurden noch Ansichtskarten gezeigt, die – dem Anlass entsprechend – von der Volkssolidarität Ende der 40er Jahre herausgegeben wurden und das damals ganz aktuelle Anliegen der Volkssolidarität nach dem Ende des Krieges dokumentieren.

Als Besonderheit war noch eine von der Volkssolidarität „zum Kinderwochenend im September 1949“ herausgegebene Preisaufgabe in Form eines Puzzles im Original zu sehen – sowohl als Aufgabe als auch als Lösung.

In einem kurzen Vortrag erzählte Günter Hilbert noch etwas zum Sammelgebiet Ansichtskarten allgemein und zu den gezeigten Karten aus Chemnitz. 

Dabei ist der besondere Charakter von Ansichtskarten als heimatgeschichtliche Dokumente hervorzuheben. Es stellte sich als richtig heraus, dass ich viel Zeit zum Betrachten der Auslage und Diskussion dazu vorgesehen hatte.

Das Thema fand großes Interesse, wie die rege Diskussion der über 20 anwesenden Mitglieder zeigte. Bei mehreren Anwesenden wurden durch das Betrachten der alten Ansichten angenehme Erinnerungen an Kindheitstage geweckt. 

Daraus ergab sich für mich die Schlussfolgerung, dass vielleicht auch in anderen Wohngruppen ein ähnlich großes Interesse an dem Thema (dann natürlich mit Auslagen zum entsprechenden Stadtgebiet) bestehen könnte.