Ein Schutzengel der Volkssolidarität

 Personal   VS Aktuell   VS Aktuell 1/2018   Aus dem Stadtverband 

Die Mitarbeiter der Volkssolidarität Chemnitz und ihrer Tochterunternehmen erhielten 2017 zum ersten Mal einen „Schutzengel“ als Weihnachtspräsent. Gefertigt wird dieser in einer erzgebirgischen Figurenwerkstatt – exklusiv für die Volkssolidarität Chemnitz.

Es ist schon gar nicht so einfach, stets den richtigen Geschmack zu treffen. Seit vielen Jahren lässt die Geschäftsführung den Mitarbeitern der Volkssolidarität Chemnitz und ihrer Tochterunternehmen ein kleines Präsent zu Weihnachten nicht nur als kleine Aufmerksamkeit, sondern auch als Dank für die geleistete Arbeit zukommen und so stellt sich jährlich die Frage: Was kommt bei den Kolleginnen und Kollegen gut an? Sicherlich, Geschmäcker sind verschieden. Doch im vergangenen Jahr wurde nun offensichtlich etwas gefunden, was bei vielen der Mitarbeiter auf sehr gute Resonanz stieß: ein Schutzengel der Volkssolidarität, gefertigt in der Werkstatt moderne Figurenbildnerei Pobershau.

Das Motiv 2017

Für die erste Auflage stand die Versorgung der betreuten Menschen mit Mahlzeiten im Mittelpunkt.  Dabei ist das Essen auf sehr unterschiedlichen Rädern unterwegs: Seien es die Reifen der Fahrzeuge beim „Essen auf Rädern“, seien es die Rollen an den Servierwagen in den Seniorenpflegeheimen, den Begegnungsstätten und Stadtteiltreffs sowie den Kindertagesstätten. Hier servieren die Mitarbeiter der Einrichtungen nicht nur die Mahlzeiten, sondern sie helfen auch denjenigen, die nicht alleine essen können. Mit viel Liebe – genauso, wie in der Küche gekocht wird. Dabei stehen übrigens oft auch regionale Gerichte auf dem Speiseplan, bspw. Klöße, die nicht nur in Sachsen, sondern auch in Oberfranken und als „Spotzen“ in der Oberpfalz gerne gegessen werden. 

Die Werkstatt ­moderne Figurenbildnerei

Im Januar 1989 eröffnete der studierte Maschinenbauer Günter Reichel nach einer Lehre zum Holzfacharbeiter und seinem Meisterbrief gemeinsam mit seinem Vater eine kleine Holzwerkstatt. In der damaligen DDR waren die von ihm gefertigten „geflügelten Jahresendfiguren“ noch eine begehrte Tauschware. 1990 wurden sie zum ersten Mal auf einer Messe ausgestellt. Schnell war Günter Reichel klar, dass seine Werkstatt nur mit einem eigenständigen Sortiment und einer guten Qualität am Holzkunstmarkt bestehen kann. Von seiner ehemaligen Tätigkeit bei VERO Holzspielwaren kannte er noch den Designer Andreas Fleischer. Gemeinsam versuchten sie, Engel zu schaffen, die durch einen hohen Anspruch an Design etwas Besonderes im Erzgebirge sind. Gerade durch ihren Minimalismus – die ersten Engel hatten übrigens noch keine Hände – haben sie eine hohe Aussagekraft. Zudem wollten die beiden ihre Figuren nicht auf Weihnachten reduzieren. So konnte Günter ­Reichel Mitte der 90er Jahre zum ersten Mal die „Schutzengel“ auf den Messen präsentieren. Seitdem wächst das Sortiment stetig. Immer wieder gelingt es den beiden, mit ihren Figuren, die mitunter alltägliche Situation zeigen, den Nerv vieler Menschen zu treffen. Vor allem in Asien sind sie sehr beliebt.

Bald musste die Werkstatt umziehen und fand neue Räumlichkeiten in einem Pobershauer Haus, in dem seit 1896 eine Drechselei gewesen ist. Gedrechselt werden hier seitdem die Grundfiguren, an denen die Mitarbeiter mit viel Liebe in aufwendiger Handarbeit die charakteristischen Details ankleben. Etwa 10 Mitarbeiter beschäftigt Günter Reichel in seinem Familienunternehmen.

Nun werden Andreas Fleischer und Günter Reichel bald darüber nachdenken, welcher Engel Weihnachten 2018 die Mitarbeiter der Volkssolidarität Chemnitz und ihrer Tochterunternehmen erreicht und damit die exklusive Serie fortsetzen wird.  Einige Ideen, die das Wirken der Schutzengel bei der Volkssolidarität darstellen, wurden bereits besprochen. Verraten wird jedoch noch lange nichts, denn bis Weihnachten ist noch etwas Zeit.

Weitere Informationen zur Werkstatt moderner Figurenbildnerei von Günter Reichel und zu den Schutzengeln erhalten Sie im Internet unter ­www.guetner-reichel.de