Per Knopfdruck auch in der Krise da

aus VS Aktuell 2/2020, erschienen im  VS Aktuell 2/2020   Gut behütet  Coronakrise

24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche – rund um die Uhr ist die Notrufzentrale des Hausnotrufes besetzt und für die Kunden per Knopfdruck in der eigenen Wohnung erreichbar. VS Aktuell sprach mit Andrea Rissom, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Hausnotruf GmbH.

Hat sich beim Hausnotruf aufgrund der Corona-Pandemie etwas geändert?

Natürlich ist unsere Notrufzentrale nach wie vor ohne Unterbrechung für unsere Kunden erreichbar. Wir haben jedoch die Ansteckungsgefahr unter unseren Mitarbeitern minimiert, indem wir bspw. Glaswände zwischen den Arbeitsplätzen installiert haben. Ohnehin spielt, wie in vielen Bereichen, gegenwärtig die Hygiene eine besondere Rolle. Wenn ein Interessent oder Kunde unseren Besuch wünscht, dann kommen wir gerne bei ihm vorbei, um bspw. ein Hausnotrufgerät zu installieren. Wir betreten die Wohnung jedoch nur mit Hand-, Nase- und Mund- sowie Fußschutz. Wir empfehlen und bevorzugen jedoch den Kontakt über Telefon, um die Infektionsgefahr für unsere Mitarbeiter und vor allem für unsere Kunden bestmöglich zu reduzieren. Den Vertrag und das Hausnotrufgerät versenden wir auf Wunsch per Post, eine ausführliche Anleitung für den Aufbau und den Anschluss legen wir bei. Also: Ein Anruf bei uns genügt und schon wenig später kann der Kunde per Knopfdruck schnell die zuvor vereinbarte Hilfe erhalten.

Gegenwärtig sind die Menschen angehalten, möglichst Zuhause zu bleiben und direkte soziale Kontakte zu meiden. Rufen die Kunden des Hausnotrufes nun verstärkt an, einfach, um jemanden zum Reden zu haben?

Ja, wir bekommen vermehrt Anrufe. Einige wollen wissen, wie die Lage ist, andere einfach nur einmal ihr Herz ausschütten. Unsere Mitarbeiter sind gerne auch für solche Gespräche da.

Müssen die Mitarbeiter ein solches Gespräch beenden, wenn ein Notruf dazwischenkommt?

Nein, sie halten den Gesprächsteilnehmer in der Leitung, während sie den Notruf bearbeiten.

Wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern des Hausnotrufes?

Nach einer anfänglichen Unsicherheit sind wir jetzt frohen Mutes, dass wir die Krise gemeinsam gut durchstehen werden. Was einige Mitarbeiter vermissen, ist der direkte Kontakt mit Menschen. So präsentieren wir unseren Hausnotruf gegenwärtig nicht auf Messen oder auf Tagen der offenen Tür. Unser Barkas ist als unser Botschafter jedoch schon wieder in der Stadt unterwegs und steht gegenwärtig in der Nähe der Sachsenallee.

Besteht die Möglichkeit, den Hausnotruf nur für ein paar Monate, zur Sicherheit während der Krise, in Anspruch zu nehmen?

Selbstverständlich. Eine vorübergehende Nutzung unserer Leistungen hatten wir bereits ohnehin im Angebot und wir stellen diese gerne auch nur vorübergehend zur Verfügung. Wir haben ausreichend Geräte auf Lager und nehmen gerne neue Aufträge entgegen.