Start mit besonderen ­Herausforderungen

Nach einem abgesagten „Tag der offenen Tür“ zogen die ersten Bewohner in die Seniorenresidenz »Erzgebirgsblick« ein. Eine Bombenentschärfung in Chemnitz wurde wenige Wochen später zu einer weiteren Herausforderung.

Trotz Erstellung eines gründlich durchdachten Hygienekonzeptes musste der für den 26. September geplante erste „Tag der offenen Tür“ der Seniorenresidenz »Erzgebirgsblick« in Neukirchen/Erzgeb. kurzfristig abgesagt werden. Die sprunghaft gestiegenen Corona-Infektionen im Erzgebirgskreis ließen der Volkssolidarität Chemnitz, deren Tochterunternehmen ESB – Seniorenresidenz Neukirchen GmbH die neue Einrichtung betreibt, kaum eine andere Wahl. Immerhin sollten nur wenige Tage später die ersten Bewohner einziehen. Für sie und für das Personal hätte eine Veranstaltung mit vielen Besuchern das Infektionsrisiko wesentlich vergrößert. 

Die für den Tag geplante Übergabe des symbolischen Schlüssels durch den Bauherrn Theed-Projekt GmbH, vertreten durch Lutz H. Uhlig, an Einrichtungsleiter Alexander Merkel fand dennoch statt, wenn auch im kleinen Kreis und mit gebotenem Abstand. Als Gäste wurden Neukirchens Bürgermeister Sascha Thamm, Pfarrer Daniel Bilz von der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde und Carsten Tanneberger, Leiter der Regionalstelle Chemnitz des  Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Sachsen, begrüßt.

Der Bürgermeister und Lutz H. Uhlig ließen es sich zudem nicht nehmen, gemeinsam mit Melanie Tuchscherer, Geschäftsführerin der ESB – Seniorenresidenz Neukirchen GmbH, am 1. Oktober den ersten Bewohner zu begrüßen. Mit dem symbolischen Schnitt des roten Bandes an der Zimmertür wurde die Einrichtung offiziell eröffnet.

Dass nur wenige Wochen später das neue Haus schlagartig für wenige Stunden gleich voll belegt war, bedeutete eine weitere besondere Herausforderung für das neue Haus. Im nahe gelegenen Chemnitzer Stadtteil Markersdorf wurde bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe gefunden und musste entschärft werden. Bewohner aus zwei Chemnitzer Seniorenpflegeheimen fanden vom 5. zum 6. November während der notwendigen Evakuierung Unterkunft auf den beiden noch frei stehenden Wohnbereichen des »Erzgebirgsblicks«. Die in der Corona-Pandemie erforderliche strikte Trennung der Einrichtungen konnte im neuen Objekt besonders gut eingehalten werden. Bewohner und Mitarbeiter konnten gleich nach der Entschärfung der Bombe wieder nach Hause. 

Die großzügigen Zimmer, davon viele mit Blick auf das Erzgebirge, warten nun auf neue Bewohner.