30 Jahre auf Achse

Am 15. Juli beging Mario Nitsche, Fahrdienstleiter in der Zentralküche, sein 30-jähriges Dienstjubiläum. 

1991 kam Mario Nitsche zum noch jungen Stadtverband. Von Beruf Elektriker arbeitete er nun in der Mahlzeitenversorgung. Er brachte warme Mahlzeiten und Tiefkühlkost zuerst vom Klub in der Horst-Menzel-Straße, dann in der Semmelweißstraße in die Sozialstationen und in Haushalte. Später kamen Begegnungs- und Kindertagesstätten hinzu. Er kümmerte sich um Lebensmitteleinkäufe in Großmärkten und nahm Kundenbestellungen auf. 

Am 1. Juni vor 22 Jahren nahm die Zentralküche der Volkssolidarität ihren Betrieb auf und ist heute einer der größten Essensanbieter in der Stadt. Mario Nitsche arbeitet hier als Fahrdienstleiter und koordiniert Touren, die Einsätze der Fahrer und der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge. 

Zu seinem Dienstjubiläum gratulierten ihm Geschäftsführerin Ulrike Ullrich am Telefon sowie vor Ort Markus Jost, Bereichsleiter Mahlzeitenversorgung, und sein Team. Andrea Nürnberger befragte Mario Nitsche für die VS Aktuell über seine Erfahrungen bei der Volkssolidarität:

 

30 Jahre sind eine lange Zeit. Wie hat das Essen auf Rädern begonnen?

Damals war es noch ein relativ kleiner Rahmen. Anfangs wurde das Essen noch von Mitarbeiterinnen der Sozialstationen zu Fuß ausgetragen. Später hatten wir fünf Fahrer und zwei Autos, die alles meisterten. Zurzeit liefern wir an Haushalte in Chemnitz über 90.000 Portionen pro Jahr aus, dazu kommen acht Stadtteiltreffs,

die vier Kitas der Volkssolidarität, 14 Pflegeheime und noch Fremdkunden. Das muss uns erst einmal einer nachmachen! Heute haben wir 25 Essensfahrerinnen und -fahrer mit zehn PKWs, zwei Caddys und einen LKW.

 

Was in all den Jahren würden Sie als eine der größten Herausforderungen betrachten?

Da gibt es sicher einiges zu berichten. Eine der größten Herausforderungen jedoch war, als im Oktober 2015 tausende asylsuchende Menschen nach Sachsen und in unsere Stadt kamen. Diese Menschen mussten nicht nur untergebracht, sondern außerdem mit drei Mahlzeiten am Tag versorgt werden. Wir belieferten acht Standorte in Chemnitz und vier außerhalb,  z. B. in Leipzig und Schneeberg.“

 

Wie haben Sie das erlebt?

Damals standen alle zusammen. Aus allen Bereichen des Stadtverbandes waren Kollegen im Einsatz, schauten nicht auf Freizeit oder Wochenende – Sie waren zur Stelle und konnten so die Herausforderung meistern. Unsere Essenfahrer sind eine tolle Truppe, auf die man sich jederzeit einhundertprozentig verlassen kann.

 

Was war Ihnen in all den Jahren wichtig?

Die Menschen! Die tollen Kolleginnen und Kollegen und vor allem die älteren Menschen, die sich nicht nur über eine leckere Mahlzeit, sondern genauso über den Kontakt freuen. Ein paar nette Worte, Fragen nach ihrem Ergehen – die ihnen entgegengebrachte Freundlichkeit kommt immer zu einem zurück. Das ist ein schönes Gefühl, dass manche Mühe und manchen Stress vergessen macht – allein dafür lohnt es sich.

 

Wir bedanken uns und wünschen Ihnen, dass sie noch viele Jahre Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit nachgehen werden!

Lassen Sie mich an dieser Stelle dieses Dankeschön weitergeben: an unser Fahrerteam, das stets zuverlässig und pünktlich die Speisen ausliefert und flexibel in besonderen Situationen reagiert. Danke ebenfalls an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Küche, die tagtäglich die Mahlzeiten zubereiten und lieferfertig verpacken, und nicht zu vergessen die Kolleginnen im Verkauf, die sich um die Bestellungen der Kunden kümmern und ihnen bei Fragen und Wünschen stets freundlich und offen begegnen. Danke euch allen!