Chorwerkstatt in Schöneck

aus VS Aktuell 3/2009, erschienen im  VS Aktuell 3/2009   Seniorenchor 

Sie war schon manchmal ganz schön hart, aber auch sehr schön – unsere Chorwerkstatt. Weil wir in diesem Jahr unser 30-jähriges Jubi­läum feiern, haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Auf einen der schönsten Punkte in den neuen Bundesländern haben wir uns zu­rückgezogen: In den IFA Ferienpark im vogtländischen Schöneck.

 

Na klar, das Proben stand schon im Vordergrund. Schließlich hatten wir uns viel vorgenommen, wollten wir doch neue Lieder für unser großes Festkonzert am 13. Juni in Chem­nitz einstudieren. Neben unseren bewährten Liedern sollte ein neuer Klang unser Publikum überraschen.

 

Schon am Anreisetag haben wir eine Probe anberaumt. Wir hatten das große Glück, dass ein zweiter Diri­gent mitgefahren war. So konnten wir konzentriert in Stimmgruppen üben, bevor wir dann gemeinsam im ganzen Chor das Zusammensin­gen geprobt haben. Vier bis sechs Stunden Probearbeit am Tag ha­ben uns manchmal ganz schön ge­schlaucht. Durch die Annehmlich­keiten des Hotels konnten wir uns schnell regenerieren.

 

Die Einen beim Spaziergang in der schönen Umgebung, die Anderen im fantastischen Erlebnisbad des Hotels und am Abend in einer der schönen Cafés und Gaststätten. Als Dank für die gute Betreuung sangen wir für die Hotelgäste unser Früh­lingskonzert. Uns hat es sehr gefreut, dass so viele Gäste gekommen wa­ren und der viele Beifall am Ende des Konzerts sowie die Forderungen nach einer Zugabe haben uns schon ein wenig stolz gemacht.

 

Aber es blieb natürlich nicht nur beim Singen. Bei einer Busfahrt durch das Vogtland konnten wir ein Stück unserer schönen Heimat ken­nen lernen. Wir bestaunten die An­lagen und die moderne Technik der Vogtland-Arena und hatten viel Spaß in Hüttel’s Musikautomaten­museum. Da wurde mitgesungen, getanzt und gelacht.

 

Ja und dann war da natürlich unse­re große Festveranstaltung zu unse­rem Jubiläum, die wir mit ein paar Liedern eröffneten. Es waren vie­le Gäste zu uns gekommen. Beson­ders freudig haben wir die Gründe­rin unseres Chores Christine Kaiser begrüßt, aber auch die Vorsitzende sowie die beiden Geschäftsführer der Volkssolidarität Chemnitz, der langjährige künstlerische Leiter der Chortreffen der Volkssolidarität Rolf Schneider, der Präsident des Musik­bundes Chemnitz Wolfgang Rich­ter sowie die Vertreter des Männer­chores Rottluff, des Frauenchores der Volkssolidarität Chemnitz, der Chorgemeinschaft Altchemnitz, Jana Kraus von der Begegnungsstät­te Clausstraße und nicht zuletzt Rico Lasseck vom Reisebüro am Rosen­hof 11 waren uns liebe und gern ge­sehene Gäste.

 

In ihrem Grußwort betonte Regi­na Ziegenhals besonders den sozia­len Charakter der Chorbewegung in der Volkssolidarität und brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass sich in Chemnitz aus einer kleinen Singe­gruppe ein solcher Chor entwickelt hat, der den Menschen viel Freu­de bereiten kann. Sie dankte denen, die an der Entwicklung regen An­teil hatten, von Christine Kaiser über Rolf Stöckel und Gerhard Graul bis hin zu Gudrun Dorschner, die den Chor jetzt leitet. Rolf Schnei­der bewertete insbesondere die Wichtigkeit des Chorsingens bis in das Seniorenalter hinein, während Wolfgang Richter in seinem Gruß­wort vor allem auf die generations­übergreifende Chorarbeit hinwies. Wenn jetzt verschieden Schulfä­cher, darunter Musik, zu einem Fach Ethik zusammengelegt werden sol­len, so habe er Angst, nicht nur um die Entwicklung des Nachwuchses für unsere Chöre, sondern auch da­hin gehend, dass die Chöre einmal keine Zuhörer mehr haben könnten. Deshalb sei die Kinder- und Jugend­arbeit in den Musikverbänden von großer Wichtigkeit. Unser Chor hat sich deshalb vorgenommen, die Zu­sammenarbeit mit der Musikschule Chemnitz enger zu gestalten.

 

Nach der Ehrung verdienstvoller Ver­einsmitglieder und einem festlichen Buffet endete der Abend in fröh­licher Gemeinsamkeit, wobei na­türlich viel gesungen wurde (Wenn auch manchmal etwas schief).

 

Am Abreisetag sind noch einmal zwei Stunden Chorprobe geplant gewesen. Wir wollten ja nicht ver­gessen, wozu wir hier ins Vogtland gefahren waren. Dann ging es heim­wärts. Unterwegs besuchten wir noch das Deutsche Raumfahrtmu­seum in Morgenröthe-Rautenkranz. Das war noch einmal ein schönes und interessantes Erlebnis zum Ab­schluss unserer Chorwerkstatt.

 

An dieser Stelle möchten wir allen danken, die uns diese Reise ermög­licht haben, dem Vorstand der Volks­solidarität Stadtverband Chemnitz e.V. für die großzügige Unterstüt­zung, unseren beiden Chorfreun­den Gerald Richter und Gerhard Hartmann und Rico Lasseck vom VUR Reisebüro Chemnitz für die tolle Organisation, sowie der Lei­tung und den Mitarbeitern des IFA Ferienparks Schöneck für die ausge­zeichnete Betreuung.