Abschlussfeier der Kita-Gruppe

aus VS Aktuell 4/2009, erschienen im  VS Aktuell 4/2009   Betreuung von Kindern   Montessori-Kinderhaus Pfiffikus 

Am Sonnabend dem 29. August 2009 fand im Montessori-Kinderhaus „Pfiffikus“ in der Max-Türpe-Str. 40/42 ein ganz besonderes Abschlussfest für unsere Kleinen statt.
Mit viel Eigeninitiative von Frau Köppe und Frau Israel sowie einiger Eltern wurde dieses kleine Fest im weiträumigen Garten des Kindergartens zu einem besonderen Erlebnis für die Kinder.
Besonderer Höhepunkt war die Suche nach dem  200 Jahre alten, versteckten Schatz der Chemnitzer Grenadiere aus der Zeit Napoleons. Dazu war „Korporal Stange“ in seiner originalgetreuen alten Uniform extra in den Kindergarten gekommen, um den Kindern bei der schwierigen Suche zu helfen.
Eine Mutti hatte außerdem kurzerhand eine Gartenbank zum Schminktisch umfunktioniert. Nun konnten sich die Kinder zur Schatzsuche noch als Pirat oder Räuber schminken.
Außerdem brachte „Korporal Stange“ noch viele historische Dinge aus der Vergangenheit zum ausprobieren mit. So zum Beispiel ein altes Posthorn, eine Fahne, einen Ritterhelm, alte Uniformen und Hüte und sogar ein altes Leinenzelt.
Nachdem sich die Kinder geschminkt und verkleidet hatten, ging es mit Feuereifer an die Schatzsuche. Als erstes erhielten die Kinder von „Korporal Stange“ die alte und leider in viele Teile zerfallene Schatzkarte, mit den nötigen Hinweisen auf das Schatzversteck. Dazu den Schlüssel zur Schatzkiste – aber wo war der Schatz versteckt? „Korporal Stange„ konnte sich einfach nicht mehr daran erinnern.
Die Schatzkarte musste nun von den Kindern erst einmal richtig zusammengesetzt werden. Diese Aufgabe lösten die Kleinen mit Hilfe der größeren Geschwister ohne große Probleme. Nun hieß es, die auf der Karte beschriebenen und im ganzen Garten versteckten Hinweise zu finden.
Das war gar nicht so einfach, weil mit jedem Hinweis auch mehrere Fragen zur Geschichte von Chemnitz richtig beantwortet werden mussten. Erst dann führte die Spur zum nächsten Hinweis. Manchmal waren die Hinweise versteckt in einem Baum, unter einem Spielgerät, in einem Gebüsch oder gar im Sand vergraben. Endlich hatten die Kinder den entscheidenden Hinweis gefunden und fingen wie elektrisiert an den Sandkasten umzugraben.
Und da ... endlich – kamen leider nur ein paar alte Latschen zum Vorschein. Eine falsche Spur? Nicht ganz, denn in einem der alten Schuhe steckte ein Zettel mit dem letzten Hinweis auf das Schatzversteck. Alle Kinder rannten um die Wette zu der angegebene Stelle in einem Blumenbeet, jeder wollte den Schatz als Erster finden. Unter einem großen Maistock kam im Erdreich plötzlich ein alter Leinensack zum Vorschein. Die Kinder zerrten und zogen, um den Sack aus der Erde zu ziehen. Die Kleinen hatten Mühe sich gegen die größeren Geschwister zu behaupten. Jeden hatte das Schatzfieber gepackt.
Endlich nach Entfernen des Leinensackes stand eine schwere eiserne Schatzkiste auf dem Tisch und nun konnten es die Kinder kaum erwarten, mit dem alten Schlüssel die geheimnisvolle Kiste zu öffnen. Was mag sich wohl darin befinden?
Das war eine Überraschung, als sich der Deckel der Schatzkiste endlich hob und die Kiste ihren Inhalt preisgab. Zwischen den mit rotem Samt ausgeschlagenen Wänden lagen geschliffene und rohe Edelsteine in allen erdenklichen Farben, Gold- und Silbermünzen aus vielen verschiedenen Ländern der Erde, aber auch Schokolade und Gummibärchen. Und das Beste war, dass jedes Kind sich etwas aus der Schatzkiste nehmen und behalten durfte. Innerhalb weniger Minuten war die Schatzkiste restlos leer!
Nach dieser abenteuerlichen und aufregenden Schatzsuche knurrte allen Kindern ordentlich der Magen und Hunger und Durst meldeten sich. Dazu hatte ein Vati extra einen Grillstand aufgebaut und leckere Würstchen und Getränke für die kleinen Schatzsucher sowie deren Eltern bereitgestellt.
Nach einer ordentlichen Stärkung wurden die vielen Spielmöglichkeiten in Garten von allen ausgiebig zum Herumtollen und spielen genutzt. Mit Musik, gemeinsamen Spielen, guter Laune und viel neuem Gesprächsstoff ging das Abschlussfest als unvergessliches Erlebnis für unsere Kinder und uns Eltern zu Ende.