Buntes Herbstlaub begeistert mit „Ein Kessel Buntes zum 65.“

Bereits zum 14. Mal strömten rund 3.500 Besucher in die Chemnitzer Stadthalle, um einen abwechslungsreichen Nachmittag mit viel Gesang und Unterhaltung zu erleben. Anlässlich des 65. Jahrestages der Volkssolidarität sollte beim „Bunten Herbstlaub“ ein besonderes Programm dargeboten werden – ein „Kessel Buntes“.
 Dem Motto entsprechend setzten nach der Eröffnungsrede von Regina Ziegenhals, in der die Vorsitzende des Stadtverbandes auf die Entwicklung der Volkssolidarität von der Entstehung als Nothilfeorganisation bis zum heutigen Verein einging, Kinder der Kindertagesstätten „Sonnenbergstrolche“ und „Glückskäfer“ gemeinsam mit Sängerinnen des Frauenchores der Volkssolidarität mit Kinderliedern einen „Kessel Buntes“ in der auf der Bühne eingerichteten „Waschküche“ an. Begleitet wurden sie vom Salonquartett Chemnitz, welches noch öfter zum Einsatz kommen sollte.
 Mit ihrem Hit „Ich bin immer noch da“ trat Dagmar Frederic auf die Bühne. Klatschend und mit strahlenden Gesichtern ging das Publikum mit. Stolz sei sie, dass sie zu diesem besonderen Jubiläum hier sein dürfte, sagte die Entertainerin, die singend und moderierend durch das bunte Programm führte: Als „Mademoiselle Rollè und Johann“ verbanden Barbara und Gerd Wendel Humor mit Artistik. Als „Jo und Josephine“ trat Barbara Wendel noch einmal in einer „Doppelrolle“ auf und spielte zwei bunte Vögel, die sich gegenseitig Witze zuzwitscherten. Etwas fürs Auge boten die Tänzer des Showballetts Berlin, die beliebte Tänze aus vergangenen Tagen vorführten. Besonders freute sich Dagmar Frederic, den Auftritt der achtjährigen Chiara-Marie anmoderieren zu dürfen. Am Flügel begleitet von ihrem Vater Frank-Henry Gaebelein begeisterte das Mädchen mit ihrer Geige das Publikum. Zum Klatschen, Schunkeln und Mitsingen konnte Uwe Jensen das Publikum mit seinen Schlagern bringen. Der Seniorenchor der Volkssolidarität überraschte mit einem ungewöhnlichen Arrangement und sang „Die Juliska aus Budapest“ aus Fred Raymonds Operette „Maske in Blau“. Mit einem Kurzprogramm zur Entwicklung der deutschen Sprache, im lautstarken Sächsisch vorgetragen, unterhielt Ilse Bähnert alias Tom Pauls das Publikum. Ungewöhnliche flotte Töne entlockte Organist Toralt Vogel der „Königin der Instrumente“, ehe er mit Bachs Toccata und Fuge d-Moll das wohl bekannteste Orgelwerk interpretierte. Zum Abschluss gab es noch eine Überraschung, die nicht im Programm angekündigt wurde: Jo Alkano brachte bunte Seifenblasen in allen Größen auf der Bühne zum Schweben. Dagmar Frederic wagte das Experiment und ließ sich komplett in eine Seifenblase einhüllen.
 „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, sangen die Künstler unter der Begleitung des Salonquartettes, Chiara-Maries Geige und der großen Orgel der Stadthalle gemeinsam zum Abschluss des Programmes. Das dies auch viele Gäste im Publikum so sahen, zeigen die Zuschriften, die die Redaktion erreichten.

aus VS Aktuell 4/2010, erschienen im  VS Aktuell 4/2010   Buntes Herbstlaub