Mit dem schwimmenden Hotel zu den Ostseebädern

Am 23. Juli 2011 starteten zehn Mitglieder der Wohngruppe 027 zur Schiffsreise „Oststeeträume“. Durch die Unterstützung des Reisebüros der Volkssolidarität konnten wir bis Potsdam zum Schiff mit dem Namen „MS Katharina von Bora“ mit dem Omnibus fahren und das Gepäck wurde bis in die Schiffskabine gebracht. So konnten wir ohne große körperliche Anstrengung an den Start gehen. Von der Havel aus sind viele schöne Gebäude, beispielsweise das neue Theater, das der Oper Sydney ähnlich sieht, zu sehen. Durch die im Verhältnis zur Schiffsgröße niedrigen Brücken konnten wir das Sonnendeck in der Stadt und im Kanal nicht benutzen. So schipperten wir auf dem Oder-Havel-Kanal durch den Naturpark Barnim nach Eberswalde, wo die an der Besichtigung der Ruine des Klosters Chorin Interessierten in einen Bus umstiegen. Die auf dem Schiff Verbliebenen fuhren zum Schiffshebewerk Niederfinow und erlebten die Absenkung des Schiffes an Bord.  Dann ging es die Oder entlang nach Stettin. Dank des günstigen Wasserstandes konnten wir auf der alten Oder die Natur vom Sonnendeck aus genießen. Wald und Schilf und viele Wasservögel am Ufer und ab und zu auch Häuser. Nach einer Hafenrundfahrt in Stettin brachte eine Stadtrundfahrt mit dem Bus viele schöne Eindrücke: Altes Rathaus, Berliner Tor, Hafenterrasse. Der Höhepunkt war die Besichtigung der Stadtkathedrale „St. Apostel Jakob“, erbaut nach dem Vorbild der Lübecker Marienkirche. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Schiff nach Wollin. Der Busausflug auf der Insel brachte uns in der Kirche in Cammin zu einem Orgelkonzert und zeigte uns das Ostseebad Misdroy. Im Ort Wollin konnten wir ein Wikingerzentrum mit vielen nachgebauten Originalhütten und Arbeitsplätzen besichtigen. Nach einer sonnigen Fahrt über das Stettiner Haff und durch den Peenestrom erreichten wir am Abend Wolgast. Am nächsten Tag nach dem Frühstück fuhren die Busse zur Usedomrundfahrt mit Ahlbeck und Heringsdorf. Das Schiff selbst fuhr nach Peenemünde weiter, um dort die Usedomer wieder aufzunehmen. Im historisch-technischen Museum konnten wir Erkenntnisse über die V1- und V2-Entwicklung im II. Weltkrieg gewinnen. Nach einer ruhigen Nacht ging es per Schiff nach Greifswald. Die Stadt wurde Ende des II. Weltkrieges kampflos der Roten Armee übergeben. Dadurch ist die gesamte Bausubstanz aus dem mittelalter unbeschädigt geblieben. Mittelpunkt der historischen Altstadt ist der Marktplatz mit dem Rathaus. Zeugnis der Backsteingotik ist die Jakobikirche. Der berühmteste Sohn der Stadt ist Caspar-David Friedrich. Am nächsten Morgen fuhren wir nach Lauterbach. Dort startete die Inselrundfahrt Rügen mit den Ostseebädern Binz, Sellin und Göhren. In Lauterbach selbst fand gerade ein Hansefest statt. Mittags starteten wir nach Stralsund. Bei einem Stadtrundgang konnte die im 13. Jahrhundert erbaute älteste Kirche Stralsunds „St. Jakobi“ besichtigt werden. Und wieder einen Morgen weiter begann die Fahrt nach Vitte mit einer Inselrundfahrt Hiddensee per Kutsche. Noch vor dem Mittag sollte die Fahrt mit der Wittower Fähre weitergehen. Aber die Wetterberichte mit Sturmwarnungen veranlassten die Kapitäne zu einer Kursänderung. Wir fuhren zurück nach Stralsund und die Busreise zu den Kreidefelsen wurde von Stralsund aus gestartet. Als wir nach Hause kamen, erfuhren wir aus der Presse, dass ein Teil der Felsen nach unserer Reise durch den Regen abgestürzt ist. Der letzte Tag an Bord endete mit schönen Veranstaltungen der Schiffsleitung und einem Gala-Dinner des Küchen- und Serviceteams. Es war eine sehr schöne, bestens organisierte Reise. Vielen Dank an die Reiseleiter von Bus und Schiff sowie unserem Reisebüro am Rosenhof 11.

aus VS Aktuell 3/2011, erschienen im  VS Aktuell   VS Aktuell 3/2011   Aus dem Mitgliederleben   Reisen   Reisebüro