25 Jahre Soziale Verantwortung in Chemnitz

aus VS Aktuell 4/2015, erschienen im  VS Aktuell   VS Aktuell 4/2015 

Mit einem festlichen und informativen Empfang im Rathaus beging am 11. September unter dem Titel „25 Jahre Soziale Verantwortung Chemnitz – Gemeinsam an einem  Strang ziehen“ die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in der Stadt Chemnitz, kurz Liga genannt, ein viertel Jahrhundert freie Wohlfahrtspflege und soziale Arbeit in Chemnitz und insbesondere ihr 25-jähriges Jubiläum. Während der Veranstaltung im Ratssaal gaben Vorträge einen Einblick in ihre Entstehung und in die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte der Verbände.
Die Liga ist der Zusammenschluss der sechs Spitzenverbände Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) auf regionaler Ebene. Eine Besonderheit in Chemnitz ist, dass der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Volkssolidarität Chemnitz mit am Tisch sitzen. Beide Verbände sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen und haben maßgeblich zu seiner Gründung im Freistaat und zur Bildung der Liga beigetragen. Themenspezifisch wird weiterhin der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e. V. (KJF) einbezogen. Unter dem Dach der Spitzenverbände sind wiederum zahlreiche gemeinnützige Vereine und Gesellschaften verbunden, wodurch sich eine beachtliche Bandbreite an Fachwissen, Praxiserfahrung und Engagement in der sozialen Arbeit ergibt.
Ende 1990 kamen die heute in der Liga Chemnitz eng zusammenarbeitenden Verbände erstmals organisiert am sogenannten „Tisch der freien Träger“ zusammen. Geprägt vom politischen Umbruch und von unterschiedlichen Interessen war der Start holprig. Ab 1991 harmonisierte sich die Zusammenarbeit.  
Seit 25 Jahren begleitet die Liga sozialpolitische Themen und Entwicklungen im Sinne der Menschen und der angebotenen Dienste mit dem Ziel, die soziale Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln. Dabei geht es insbesondere darum, die Lebenslagen zu verbessern sowie Probleme und Interessen benachteiligter Menschen in die gesellschaftliche und politische Diskussion zu bringen. Die Liga sieht sich als Interessenvertreter, sozialpolitischer Mitgestalter und Anwalt für benachteiligte Menschen.