Ehrungen als Ansporn fürs Weitermachen

aus VS Aktuell 4/2015, erschienen im  VS Aktuell   VS Aktuell 4/2015 

Verdienstvolle Mitglieder, Mitarbeiter und Unterstützer der Volkssolidarität wurden aus Anlass des 70. Gründungsjubiläums des Verbandes am 17. Oktober in Erfurt geehrt und ausgezeichnet. Sie erhielten im traditionsreichen Kaisersaal der Thüringer Landeshauptstadt die Goldene und Silberne Solidaritätsnadel sowie die Ehrenplakette der Volkssolidarität.
Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff überreichte die Auszeichnungen.
„Ohne sie würde es die Volkssolidarität nicht mehr geben und brauchte es sie auch nicht zu geben“, dankte der Verbandspräsident den Geehrten. „Der Verband ist so gut und wirksam wie die Mitglieder es sind, ehrenamtlich und hauptamtlich. Sie übernehmen Verantwortung weit über das hinaus, was familiäre Fürsorge und Pflicht als Staatsbürger erfordern.“ Mit Blick auf das 70. Gründungsjubiläum betonte Dr. Friedersdorff: „Der Jubilar ist unser Verband, er umfasst alle Mitglieder über 70 Jahre Verbandsgeschichte. Das sind Millionen Menschen, die sich dem Anliegen des Verbandes verpflichtet fühlten und fühlen: Solidarisches Handeln im Volk zu praktizieren, anzuregen, zu organisieren, sozialstaatliches Handeln einzufordern und gegen soziale Schieflagen oder Missstände vorzugehen.“
Formen, Inhalte und Schwerpunkte des Wirkens des Verbandes hätten sich über die Jahrzehnte geändert, so der Verbandspräsident. Aber die Mitglieder der Volkssolidarität hätten stets Lücken und Defizite in der staatlichen Fürsorge gefüllt. „Sie haben in Notlagen geholfen, sie haben es Menschen ermöglicht, an der Gesellschaft teilzuhaben, sie haben Zusammenhalt und Vertrauen geschaffen. Was sie geleistet haben, das hat die Gesellschaft besser gemacht, war immer ein Zugewinn an Humanität. Das gilt für die gesamten 70 Jahre.“
Die Volkssolidarität werde auch künftig gebraucht, zeigte sich Dr. Friedersdorff sicher. Er verwies auf die gegenwärtige Debatte um das Asylrecht und die Aufnahme von Flüchtlingen, auf Kriege und militärische Auseinandersetzungen, ebenso auf „eine Gesellschaft, die auseinander driftet und der neue Verteilungskämpfe bevorstehen“. „Wir haben genug zu tun, Solidarität erlebbar zu machen, für andere da zu sein.“
Im Namen der Geehrten dankte Marianne Bischoff, Vorsitzende des Kreisverbandes Uckermark, für die Auszeichnungen. Diese seien Ansporn und Verpflichtung, „die Zukunft der Volkssolidarität zu sichern, mit all unserer Kraft und unserem Können“. Das Ehrenamt sei für sie und die anderen Ausgezeichneten und Aktiven ebenso selbstverständlich wie für Menschen da zu sein, die Hilfe benötigen, betonte sie.
An der Auszeichnungsveranstaltung nahmen wie schon an der festlichen Sitzung des Bundesvorstandes am Vorabend und am folgenden Festakt am 17. Oktober die beiden Vertreter der französischen Partnerorganisation „Secours populaire francais“ (SFP) Karl Wiese und Camille Vega teil.