Eltern besichtigten Küche

aus VS Aktuell 2/2009, erschienen im  VS Aktuell 2/2009   Betreuung von Kindern   Aus dem Verein   Kindertagesstätten   1. Montessori-Kinderhaus   Kindertagesstätte Sonnenbergstrolche   Montessori-Kinderhaus Pfiffikus   Kindertagesstätte Glückskäfer 

In Zeiten, in denen über die Inhalts­stoffe von maschinell gefertigten Le­bensmitteln öffentlich rege diskutiert wird, ist es verständlich, dass sich besorgte Eltern, deren Kinder in den Kindertagesstätten der Chemnitzer Volkssolidarität betreut werden, an die Leiterinnen der Einrichtungen wenden, um zu erfragen, was denn im Essen der Volkssolidarität alles drin ist.

Auf diese Anfragen reagierte der Stadtverband nicht nur mit einer El­ternumfrage, die gegenwärtig noch ausgewertet wird, sondern lud auch zu einer Besichtigung der Zentralen Versorgungseinrichtung ein.

Am 7. April 2009 führte Küchenchef Andreas Uhlig durch die Räumlich­keiten in der Zwickauer Straße 247, zeigte den Eltern, wo das Essen für ihre Kinder entsteht und ging auch auf die Verwendung von Zusatzstof­fen ein.

So verzichtet die Zentrale Versor­gungseinrichtung beispielsweise auf Industrieprodukte bei der Herstel­lung von Suppen und Soßen. Seit der Inbetriebnahme der Einrichtung vor 10 Jahren werden die Soßen noch auf die herkömmliche Art und Weise hergestellt: Röstgemüse, wie Zwiebel, Möhre und Sellerie, wer­den mit Knochen und Tomatenmark angeröstet und mit Wasser aufgefüllt. Daraus entsteht die sogenannte Jus, welche zum Weiterverarbeiten für alle Braten und Soßen genommen werden kann.

Seit mehr als 4 Jahren werden beim Kochen der Speisen in der Küche keine Geschmacksverstärker ver­wendet. In Zusammenarbeit mit einer regionalen Fleischerei kann nun auch seit ca. ½ Jahr bei zuge­kaufter Wurst und Wurstprodukten auf Geschmacksverstärker verzich­tet werden.

Selbst gemachte Salate in vielen Va­riationen, hausgemachte Dessert und Süßspeisen runden das Ange­bot der Küche ab.

Andreas Uhlig konnte durch die Führung und durch seine Erläute­rungen die anwesenden Eltern beru­higen. Nur dem Wunsch nach Bio- Essen kann er nicht nachkommen, da dafür nicht nur die Vorrausset­zungen in der Einrichtung nicht ge­geben sind, sondern die entspre­chend hergestellten Essensportionen unverhältnismäßig teuer wären.