Die „lila Pünktchen“ erobern ihr neues Domizil

aus VS Aktuell 2/2010, erschienen im  VS Aktuell 2/2010   1. Montessori-Kinderhaus 

Aufgrund zunehmender Nachfragen im Bereich Krippenplätze für Kinder unter zwei Jahren machten wir uns Gedanken und stellten beim Volkssolidarität Stadtverband Chemnitz e.V. einen Antrag zum Aufbau einer solchen Kleinkindgruppe. Durch Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II der Stadt Chemnitz wurde das Vorhaben 2009 finanziell unterstützt.
 Um die Voraussetzungen einer Krippengruppe zu schaffen, wurden die Kinder einer bestehenden Mischgruppe auf andere Gruppen im Haus aufgeteilt. Schnell hatten wir einen gemeinsamen Plan erstellt. Der Sanitärtrakt, die Gruppenzimmer und die Garderobe wurden auf die Bedürfnisse unserer Kleinsten abgestimmt.
 Im Herbst 2009 begannen die Baumaßnahmen im Sanitärtrakt der ehemaligen „lila Gruppe“ und der darüberliegenden „orangen Gruppe“. Nun hieß es für die restlichen fünf Gruppen im Haus, die 26 Kinder aus der „orangen Gruppe“ bei sich aufzunehmen und zu betreuen. In einer Gruppeneinheit waren dann plötzlich 30 oder 31 Kinder. Doch gemeinsam haben wir das gemeistert.
 Parallel räumten wir tagelang Zimmer aus und Kisten ein, um die Vor­aussetzungen zur Renovierung und Modernisierung zu schaffen. Unsere Hausmeister gaben den Wänden neue Farben und verlegten den von uns ausgesuchten Fußbodenbelag. Oft saßen wir zusammen, wälzten Kataloge und suchten für die neue Gruppe Tische, Stühle, Spiel- und Bewegungsmaterial heraus.
 Aber auch ein Name musste für die neue Gruppe gefunden werden. Gemeinsam mit den Erzieherinnen und unserem Erzieher einigten wir uns auf die „lila Pünktchen“.
 Im Dezember 2009 lernten wir die Eltern der „Kleinen“  bei einem Schnuppernachmittag kennen. Leider blieb uns die Besichtigung der zukünftigen Räume verwehrt, da die Baumaßnahmen auf Hochtouren liefen.
 Am 30. Januar 2010, zu unserem „Tag der offenen Tür“, war es soweit: Wir konnten uns nun das erste Mal präsentieren und waren schon sehr aufgeregt, wie das neue Domizil von den Kindern und Eltern angenommen wird. Alle waren von den Ergebnissen begeistert.
 Sieben Kinder durften ab 1. Februar mit ihren Eltern und zwei Erzieherinnen die Eingewöhnung in den neuen Räumen genießen. Mittlerweile besuchen schon 14 Kinder die „lila Pünktchen“ und werden seit dem 1. April von einer dritten Erzieherin liebevoll betreut.
 Die zurückliegenden Wochen waren nicht nur für die Kinder interessant und aufregend, sondern auch für uns Erzieherinnen sehr spannend.