Adventsausfahrt der Wohngruppe 031

Eisige Kälte und starker Schneefall sind angesagt gewesen und wir fragten uns, ob unsere Adventsfahrt bei so einem Wetter stattfinden kann. Alle waren pünktlich da und es konnte gleich losgehen. Die Stimmung war angespannt. Aber siehe da: Die Autobahn war frei. Sogar die Sonne lugte zögerlich durch die Bäume. Ein Lächeln war in den Gesichtern der Seniorinnen und Senioren zu sehen – es wird ein schöner Tag werden.
 Der blaue CFC-Döhler-Bus fand in Klingenthal mit spontaner Hilfe der örtlichen Polizei einen guten Parkplatz vor dem Akkordeonbauzentrum „Harmona“. Die Polizisten stellten schnell fest „Das sind ja gar nicht die Fußballer!“ „Nein, das sind die rüstigen Fans sowie Omas und Opas aus Kleinolbersdorf und Altenhain,“ so unsere nette Reiseleiterin Ulrike.
 Eine reichliche Stunde lang  erfuhren wir, wie ein „Weltmeister“-Akkordeon aus 2.500 Einzelteilen in 5.000 Arbeitsgängen gefertigt wird. Wie viel handwerkliches Können und Musikalität dazu gehört, bestaunten wir beim Stimmen und beim Vorspielen. Ein Akkordeonspieler kann alle Musikgenres spielen, auch mit elektronischer Unterstützung.
 Gestärkt vom guten Mittagessen im Hotel Waldgut besichtigten wir die Vogtlandarena, die seit 2006 das Highlight in Klingenthal ist. Es war kalt und es lag viel Schnee. Trotzdem wurde der Aufsprung beschneit. „Das ist notwendig, um die entsprechende Festigkeit, die erforderlich ist, zu erreichen“ erklärte uns ein junger Mann begeistert. Wir erfuhren von ihm viel über die Bauphasen der Schanze und das derzeitige Nutzungskonzept. Im Sommer finden sogar hier Konzerte statt. Als Zuschauermagnet fungiert eine kleine Bahn, welche sowohl die Sportler als auch die Besucher bis zur Springerkabine bringt. Die Kälte hielt uns vom Mitfahren ab. Außerdem wartete der Bus zur Weiterfahrt zum Kaffeetrinken. Am Ende des weihnachtlichen Programms überraschte uns der Wirt des Hotels Waldgut mit einem Glas schmackhafter Feuerzangenbowle.
 Die schöne Winterlandschaft, die zahlreichen Lichterbögen, beleuchtete Tannenbäume, Engel und Bergmänner in den Fenstern, Wärme und liebliche Weihnachtsmusik im Bus, machten unsere Heimfahrt zu einem Erlebnis. Ein Gefühl der Weihnachtsfreude, des Glücks und der Zufriedenheit stellte sich ein.

Wenn wir in unserer Wohngruppe die Adventszeit schön gestalten, so denken wir auch an unsere betagten Mitglieder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an solchen Fahrten teilnehmen können. Unsere Helferinnen besuchen sie zu Hause und überbringen ihnen ein liebevoll ausgesuchtes kleines Geschenk. Oftmals wird dabei ein kleiner Plausch gemacht oder gemeinsam ein Tässchen  Kaffee getrunken. Damit wollen wir auch den Daheimgebliebenen das Gefühl geben, dass sie nicht vergessen sind und ihnen eine Freude in der Vorweihnachtszeit machen.

aus VS Aktuell 1/2011, erschienen im  VS Aktuell 1/2011   Aus dem Mitgliederleben