1. Juni – Ein Kindertag, wie ich ihn erlebte

Ich heiße Helene und der Tag begann für mich furchtbar aufregend. Meine Freunde und ich aus der Roten Gruppe trafen uns am 1. Juni 8:00 Uhr im Kinderhaus. Für die 5- und 6-jährigen Kinder der Roten und Orangen Gruppe war etwas Besonderes geplant. Ich kann es nicht anders sagen, auch meine Mama und mein Papa waren aufgeregt. Ein wunderschöner Reisebus stand vor dem Haus und wir stiegen mit unseren Rucksäcken ein. Jens, der Busfahrer, war super nett. Er sagte, dass heute Kindertag sei und gratulierte uns zu diesem Tag.

Ich wusste von meiner Erzieherin, dass wir nach Schöneck in ein Hotel fahren und Spiele machen und baden gehen. Das konnte ich bloß nicht glauben! Wo sollten wir dort baden? Das auch noch ohne Eltern! Vielleicht gehe ich auch nicht ins Wasser? Ich muss mich einfach überraschen lassen! Im Bus hatte ich einen Fensterplatz. Super, ich konnte alles gut sehen. Jens war sogar so nett und legte auf unseren Wunsch hin die CD von der Schnecke Monika ein. Ich schwebte wie auf Wolke 7. Für mich war alles super!

Unterwegs war es so interessant, dass ich die Zeit vergaß. Schlafen wollte ich auf keinen Fall! Nach einer Weile, es könnten schon 2 Stunden vergangen sein, ging eine Aufregung durch den Bus und jemand sagte: „Wir sind da!“

Als wir ausstiegen, stand ein riesiger Pinguin da. „Das war das Maskottchen ‚Pingu‘ und gehört zum Hotel und will uns begrüßen“, sagte der Mann, der komischerweise wieder Jens hieß.

Der Busfahrer Jens verabschiedete sich und er wollte uns am Nachmittag wieder abholen.

Jens, der Mann mit dem Pinguin, führte uns in das Hotel und sagte, dass er viele Überraschungen für uns hätte. Meine Aufregung wurde immer doller.

Aber im Moment hatte ich ein anderes Problem, ganz schönen Hunger. Super! Wir fanden ein Zimmer, wo wir erst einmal unseren Rucksack plündern konnten, denn ich hatte nur mein Lieblingsessen mit. Kaum gestärkt kam Jens und holte uns zur Kinderdisko. In diesem Raum war es toll! Jens stellte uns seine Gehilfen vor. Das waren Mädchen und Jungen aus einer Schule ganz in der Nähe. Überall waren die dabei. Bei den verschiedenen Spielen, beim Schminken und an der Hüpfburg. Die Zeit verging wieder zu schnell und jemand sagte, dass es Zeit wäre Mittag zu essen. Auf ging es in eine Gaststätte in diesem Urlaubshotel. Für mich war das nämlich wie Urlaub! Es gab ellenlange Nudeln mit rotem Fleisch und einen warmen Tee. Ich habe das kaum geschafft, so viel war das.

Nun kam das, worauf wir uns alle gefreut haben. Wir durften ins Wellenbad. Schnell hatte ich meinen Badeanzug an. Nun ging es ins Wasser. Wellen waren zum Glück noch keine da. Die großen Jungs stellten sich in das Wasser und bildeten eine Reihe, dass es nicht zu tief für uns wurde.

Herrlich, einfach herrlich war es hier. Ein super Gefühl herumzutoben. Manche gingen sogar mit Angelika auf die Riesenrutsche. Dann kam der Gong! Die Wellen! Schnell gingen wir an den Treppenrand und die Wellen schlugen mir fast die Beine weg! Wow! 

Leider verging die Zeit zu schnell. Nach dem Baden war Vesperzeit.

Schon kam Jens vorbei und wollte uns zum Abschlusstanz holen. Die Spiele waren toll. Ich wurde dann noch als Schmetterling geschminkt und meine Freunde bekamen ein Tattoo. Klasse war noch, dass ich einen Ballon mit nach Hause nehmen konnte, den ich nicht loslassen sollte, sonst fliegt er weg.

Im Bus auf dem Weg nach Hause war ich so müde, dass ich meine Augen nicht mehr offen halten konnte. Dabei merkte ich nicht, dass wir wegen Stau auf der Autobahn viel länger fahren mussten. Unsere Eltern strahlten, als wir endlich gesund und wieder munter ankamen.

Diesen Kindertag werde ich niemals vergessen und immer in meinem kleinen Kopf behalten!

Eure Helene

Unser Dankeschön an:

  • die Mitarbeiter der IFA Ferienanlage,
  • Animateur-Jens und die 
  • Jugendlichen der evangelische Mittelschule Schöneck, 
  • sowie Busfahrer Jens und dem 
  • Reisebüro der Volkssolidarität Chemnitz.

aus VS Aktuell 3/2012, erschienen im  VS Aktuell 3/2012   Betreuung von Kindern   Kindertagesstätten   1. Montessori-Kinderhaus