Nichts erfüllt mehr, als gebraucht zu werden

Der Bundesfreiwilligendienst bei der Volkssolidarität Chemnitz

Zum 01. Juli 2011 wurde als Nachfolger des Zivildienstes der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ins Leben gerufen. Auch in den Einrichtungen der Volkssolidarität Chemnitz können engagierte Frauen und Männer im Rahmen des BFD tätig werden. Neben interessanten Einsätzen in den stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen besteht auch die Möglichkeit, in den Stadtteil­treffs und Begegnungsstätten sowie im Bereich der Hauswirtschaft und der Seniorenbetreuung tätig zu werden. Bundesfreiwilliger kann jeder werden, der die Vollzeitschulpflicht (in Sachsen sind das 9 Jahre) erfüllt hat. Nach oben gibt es keine Altersgrenze. In der Regel dauert der Dienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. Die Freiwilligen erhalten Taschengeld und haben Anspruch auf Urlaub. 

Die Volkssolidarität Chemnitz beschäftigt drei Bundesfreiwillige in ihren Einrichtungen. Eine von ihnen ist Sabine Thiemer aus Ottendorf. Die 57-Jährige ist seit Dezember 2011 in der Begegnungsstätte in Mittweida tätig. 

Erfahren habe sie damals in der Presse und im Fernsehen von der Möglichkeit dieses Freiwilligendienstes. Nachdem Sabine Thiemer einige Zeit auf Arbeitsuche war, sah sie hier eine Chance der Umorientierung und bewarb sich bei der Volkssolidarität Chemnitz.

Zu ihrem Tätigkeitsbereich zählen überwiegend unterstützende Tätigkeiten. Neben der Mittagessensvorbereitung gehört vor allem die Vorbereitung von Veranstaltungen und Festlichkeiten zu ihrem Aufgabengebiet.

Einmal im Monat nimmt sie zudem an Seminaren teil, die speziell für Bundesfreiwillige angeboten werden. Die Weiterbildungen beschäftigen sich mit Themen, die in der Arbeit als Freiwilliger Verwendung finden. So geht es beispielsweise um Demenzerkrankungen, um den Umgang mit älteren Menschen, aber auch um andere soziale Themen. 

Für Marianne Haselbach, die Leiterin der Einrichtung, ist sie eine große Hilfe und Unterstützung im Tagesablauf der Begegnungsstätte. 

Nach einem Jahr als Freiwillige kann Sabine Thiemer sagen, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, sich für den Bundesfreiwilligendienst zu entscheiden. Die Arbeit mit den überwiegend älteren Menschen und das Gefühl, gebraucht zu werden, erfüllen sie voll und ganz. Zudem sammle man wertvolle Lebenserfahrung und tue etwas Gutes. Bis Mai 2013 hat sie ihren Dienst verlängert und hofft, dass sie anschließend die Chance erhält, neu anzufangen.

Interessierte am Bundesfreiwilligendienst können sich jederzeit bei der Volkssolidarität Stadtverband Chemnitz e.V., Clausstraße 31 in 09126 Chemnitz, bewerben.

aus VS Aktuell 4/2012, erschienen im  VS Aktuell   VS Aktuell 4/2012   Begegnungsstätten und Stadteiltreffs   Burgstädter Straße, Mittweida